Facility Management

Absichtserklärung für deutsch-polnisches Fernwärmeprojekt


Die Partner arbeiten seit mehr als fünf Jahren an dem Vorhaben. Mit der Gründung eines Joint Ventures bündeln sie nun Ressourcen und Expertise, um die Grundsätze der Zusammenarbeit, Zeitpläne, Verantwortlichkeiten und Finanzierung festzulegen. Geplant ist eine 3,8 Kilometer lange Leitung über die deutsch-polnische Grenze zwischen Zgorzelec und dem Erzeugungsstandort Görlitz-Königshufen. Insgesamt entsteht eine Verbindungsleitung von rund zwölf Kilometern. Das Gemeinschaftsunternehmen soll sowohl den Bau als auch den späteren Betrieb übernehmen. Die Gründung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.

Bis zu 50.000 Tonnen CO₂-Einsparung pro Jahr

Das erste grenzüberschreitende Fernwärmeprojekt im Freistaat Sachsen setzt auf erneuerbare Energien: Solarthermie mit saisonaler Speicherung, Wärmerückgewinnung aus See- und Abwasser, Biomassekessel, Abwärme sowie eine Power-to-Heat-Anlage. Die Technologien werden intelligent vernetzt, um eine ganzjährig stabile und dekarbonisierte Wärmeversorgung sicherzustellen. Dadurch können die CO₂-Emissionen um rund 50.000 Tonnen jährlich reduziert werden.

Das Projektvolumen beträgt bis zu 195 Mio. Euro. Im Oktober 2025 erhielten SEC Zgorzelec und die Stadtwerke Görlitz von der Europäischen Kommission eine Förderzusage über 18,8 Mio. Euro im Rahmen des CEF CB RES-Programms – bereits die dritte Bewilligung. Insgesamt belaufen sich die EU-Fördermittel auf 38 Mio. Euro. Für März 2026 ist ein weiterer Antrag geplant. Zusätzlich sagte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen des BEW-Programms eine Förderung von 81,6 Mio. Euro für die Investitionen auf deutscher Seite zu.