Facility Management

HEnW setzen in Bergedorf-West auf Wärmepumpen


„Die Wärmewende in der Großstadt gelingt nur, wenn wir als Energieversorger Lösungen für Quartiere bieten“, sagt Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke. Die neue Luft-Wärmepumpe wird in einem neuen Technikgebäude errichtet, das direkt an das heutige Anlagengelände des Heizwerks angrenzt. Die dazugehörigen Luftkühler werden auf den Dächern von neu errichteten Garagen installiert. Ein umfassendes Schallschutzkonzept reduziere die Lärmemissionen gegenüber dem bisherigen Heizwerk-Betrieb, heißt es seitens der HEnW weiter.

5.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr

Die Vollbenutzungsstunden beziffert der Versorger auf 5.000 pro Jahr. Die Länge des Wärmenetzes für die 2.600 Wohn- und 200 Gewerbeeinheiten beträgt 3,8 Kilometer. Mit der neuen Wärmeversorgung werde das Quartier gleichzeitig auch ökologisch aufgewertet: Die Hamburger Energiewerke pflanzen 42 neue Bäume, entsiegeln Flächen und legen Gründächer und blühende Gehölze an. Am Ladenbeker Furtweg entstehen neue Aufenthaltsflächen mit Sitzgelegenheiten.

Die Luft-Wärmepumpe gewinnt mittels der Luftkühler Wärme aus der Umgebungsluft – auch bei niedrigen Temperaturen. Ein Ventilator saugt die Umgebungsluft an und leitet sie zu einem Verdampfer, in dem ein flüssiges Kältemittel zirkuliert. Dieses nimmt die Wärme auf und wird dadurch gasförmig. Ein Verdichter komprimiert das Gas mittels elektrischer Energie, wodurch sich die Temperatur erhöht. Das so erhitzte Kältemittel gibt seine Wärme an einen Verflüssiger weiter. Dieser gibt die Wärme an den Heizkreislauf ab. Das Kältemittel kühlt ab und wird wieder flüssig. Anschließend verliert es durch ein Expansionsventil seinen Druck und der Kreislauf beginnt erneut.

Aus einer Kilowattstunde Strom erzeuge die Wärmepumpe bis zu 3,2 Kilowattstunden Wärme. „Die HEnW gewährleisten die Wärmeversorgung bei Verbrauchsspitzen an besonders kalten Tagen oder bei Ausfallzeiten der Wärmepumpe durch den Einsatz von Gaskesseln“, ergänzt der Versorger.