Mit Hilfe der Siemens-Lösung soll im Rahmen eines Smart-Grid-Projekts getestet werden, wie sich die Nachfrage nach Energie während Spitzenlastzeiten managen und der Abrechnungsprozess mit den Kunden verbessern lässt. Das Projekt soll bis Mai 2013 in drei Stadtteilen Dohas umgesetzt werden.
Wie Siemens näher erklärte, basiert die Lösung auf dem Zählerdatenmanagementsystem EnergyIP. Seit der Übernahme des kalifornischen Software-Spezialisten eMeter im Dezember 2011 ist es fester Bestandteil des Smart-Grid-Portfolios von Siemens. Mit Hilfe dieser Meter-Data-Management-Software (MDM) können große Datenmengen von intelligenten Zählern im Stromversorgungsnetz ausgelesen, verarbeitet und zur Abrechnung bereit gestellt werden. EnergyIP werde bei dem Doha-Projekt für 100.000 Messpunkte ausgelegt. Dazu installiere Siemens 17.000 Smart Meter, die mit Verbrauchsdatenerfassungsmodulen für Strom- und Wasserzähler sowie GPS-Modulen zur Lokalisierung der einzelnen Messpunkte ausgerüstet sind.
Zum Auftragsumfang gehöre außerdem ein Breitband-Powerline-Kommunikationsnetz, hieß es weiter. Hierüber würden die Kernkomponenten an ein bestehendes Lichtwellenleiternetz der 66-Kilovolt-Umspannstationen im Stadtgebiet angeschlossen. Um den Abrechnungsprozess mit den Energiekunden zu verbessern, sorge Siemens dafür, dass IT-Backoffice-Systeme des Energieversorgers Kahramaa mit in die Smart-Metering-Lösung integriert werden.
