VDMA spricht sich gegen Abwrackprämie für alte Heizkessel aus


Zwar seien Anreizsysteme zur Auflösung des Modernisierungsstaus notwendig, betonte der Sprecher des VDMA Forums Gebäudetechnik, Thomas Schräder. Diese müssten aber marktwirtschaftlich, technologieoffen und langfristig sein und ohne eine weitere monetäre Umlage auskommen.


Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hatte Mitte August eine Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen ins Gespräch gebracht. Demnach könnten Hauseigentümer für die Modernisierung ihrer Heizung künftig eine Einmalprämie erhalten. Wie der VDMA deutlich machte, spiele die Gebäudetechnik eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der Energiewende. Die politischen Entscheidungsträger wiesen Gebäuden eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der Energiewende zu. Die öffentliche Wahrnehmung fokussiere sich jedoch oft ausschließlich auf Maßnahmen an der Gebäudehülle wie beispielsweise die Dämmung oder den Austausch von Fenstern.


„Optimale Ergebnisse erreicht man aber im Zusammenspiel zwischen Gebäudehülle und Gebäudetechnik“, so Schräder. Damit gehe nicht nur eine Energieeinsparung im Gebäude und beim Betreiben von Gebäuden einher. „Vielmehr macht es sich auch in den Betreiberkosten für ein Gebäude, also in den sinkenden Lebenszykluskosten bemerkbar.“ Moderne Lösungen der Gebäudetechnik besitzen laut VDMA ein Energieeinsparpotenzial zwischen 30 und 50 Prozent.