Industriedienstleister Infraserv Höchst blickt optimistisch in die Zukunft


 

Die Geschäftsführung des Industriedienstleisters und Standortbetreibers des Industrieparks Höchst in Frankfurt am Main, Infraserv Höchst, blickt trotz der konjunkturellen Rahmenbedingungen und der speziellen Unwägbarkeiten bei der weiteren Entwicklung des regulatorischen Umfeldes im Energiebereich optimistisch in die Zukunft.

„Wir haben schon heute in vielen Bereichen geeignete Lösungen für die Chemie- und Pharmabranche, aber auch andere Industriebereiche“, erklärte Infraserv-Geschäftsführer Roland Mohr. Dazu zählten neben der Expertise in Bezug auf die effiziente Energieversorgung von Industriestandorten auch die Kompetenz beim Betrieb von Entsorgungsanlagen und den logistischen Sekundärprozessen. Infraserv-Geschäftsführer Jürgen Vormann geht davon aus, dass Industrieunternehmen bereits in absehbarer Zeit mit einem Mangel an geeigneten Fachkräften zu kämpfen hätten, und dass die Infrsaerv-Tochtergesellschaft Provadis die Weichen gestellt habe, um  um Nachwuchskräfte weitreichend zu qualifizieren und engagierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. In diesem Bereich könne Infraserv Höchst den Kunden geeignete Konzepte bieten.

Der Industriepark Höchst sei und bleibe ein wesentlicher Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Frankfurt/Rhein-Main sowie die Chemie- und Pharmabranche in Deutschland, heißt es in einer Mitteilung von Infraserv. Auch im Jahr 2012 habe sich der Standort in einem insgesamt schwieriger werdenden konjunkturellen Umfeld und angesichts ungewisser Entwicklungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen gut behauptet. Rund 310 Mio. € hätten die Standortgesellschaften im zu Ende gehenden Jahr im Industriepark investiert, die Summe der seit dem Jahr 2000 getätigten Investitionen belaufe sich nunmehr auf rund 5,5 Mrd. €. Angesichts dieser Rahmenbedingungen belege das zwar rückläufige, aber immer noch beachtlich hohe Investitionsvolumen die Attraktivität des Standortes, betonte Vormann. Allerdings stehe der Industriepark Höchst ebenso wie viele andere Industriestandorte und –unternehmen vor großen Herausforderungen. Es sei absehbar, dass sich verschiedene Branchen im internationalen Umfeld einem verstärkten Wettbewerbsdruck ausgesetzt sehen und diese Entwicklung auch den Industriepark betreffen werde, so Mohr.

Die Umsatzentwicklung der Infraserv Höchst-Gruppe sei im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Mit 1,13 Mrd. € verzeichne das Unternehmen einen Rückgang um 6,8 Prozent, was im im Wesentlichen auf regulatorische Veränderungen im Energiesektor und einem deutlichen Rückgang beim Energiehandel zurückzuführen sei. „Wenn sich selbst der Betrieb von hochmodernen und ressourcenschonenden Einrichtungen wie unserer neuen Gasturbinenanlage nicht rechnet, hängt dies insbesondere mit Fehlentwicklungen bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen zusammen“, verwies Mohr unter anderem auf Veränderungen bei der EEG-Umlage. „Auf Dauer können deutsche Industriestandorte steigende Energiekosten und regulatorisch bedingte Wettbewerbsnachteile im internationalen Vergleich nicht mehr ohne weiteres kompensieren – darin liegt eine große Gefahr für industrielle Wertschöpfungsaktivitäten in Deutschland“, erklärte Vormann.