„Facility Service im Gesundheitswesen: Servicegesellschaften und umsatzsteuerliche Organschaften sowie weitere Facetten der Zusammenarbeit“ lautet der Titel einer aktuellen Trendstudie, die die Lünendonk GmbH aus Kaufbeuren zusammen mit dem Bodensee Institut, Radolfzell, erstellt hat.
Wie Lünendonk in einer Mitteilung schreibt, komme der Auslagerung von peripheren, also nichtmedizinischen Leistungen eine große Bedeutung zu. Dabei spiele auch eine besondere Form der Zusammenarbeit eine Rolle, die bis dato noch nicht umfänglich analysiert worden sei, nämlich die Servicegesellschaft respektive Organschaft. Ein wachsender Kostendruck, Fachkräftemangel und steigende Qualitätsanforderungen bewegten die Gesundheitseinrichtungen in Deutschland verstärkt dazu, alle Strukturbereiche unter dem Effizienz-Gesichtspunkt zu betrachten“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter von Lünendonk und Co-Autor der Trendstudie, Jörg Hossenfelder.
Facility Services gehörten nicht unmittelbar zum Kerngeschäft des Gesundheitswesens, seien aber als Teil der peripheren Dienstleistungen eng mit der Hauptaufgabe der medizinischen und pflegerischen Patientenbetreuung verflochten. Aufgrund der Kostensituation sähen sich beispielsweise Krankenhäuser veranlasst, effizienter zu arbeiten – bei gleichbleibender Qualität. Denn die wachsende Anspruchshaltung der Patienten beeinflusse die Entscheidung für eine Klinik. Neben der medizinischen Behandlung bestimme die Qualität einer Vielzahl von Diensten fundamental deren Wahrnehmung. Dabei reiche die Spannweite von der Essensversorgung bis hin zum wahrgenommenen Management der Gebäudeinfrastruktur und -technik. „Rund 60 Prozent der infrastrukturellen Dienstleistungen in deutschen Krankenhäusern sind nach Schätzungen bereits an externe Dienstleister ausgelagert“, so Hossenfelder.
