Die führenden Unternehmen für industrielle Instandhaltung zeigen sich deutlich erholt. Im Geschäftsjahr 2011 legten die 15 nach Inlandsumsatz größten Dienstleister im Durchschnitt um 7,6 Prozent zu. Im Jahr 2010 – dem Jahr nach der Wirtschaftskrise – lag das Wachstum bei durchschnittlich 5,6 Prozent.
Für das aktuelle Geschäftsjahr 2012 wird ein Anstieg um 7,0 Prozent prognostiziert. Hauptgrund für die positive Entwicklung ist die anziehende Konjunktur. Diese sorgte vor allem für eine größere Nachfrage nach Instandsetzungs-, Umbau- und Wartungs-Services – den Kernleistungen der Branche. Zudem ist eine höhere Fremdvergabe von bisher captiv erbrachten Leistungen zu beobachten. Das sind erste Ergebnisse der Lünendonk-Liste und Studie 2012 „Führende Unternehmen für industrielle Instandhaltung in Deutschland“, für die 44 Service-Anbieter analysiert wurden, darunter die 15 nach Inlandsumsatz führenden. Die Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, veröffentlicht den kompletten Berichtband im August 2012.
Neben der positiven Umsatzentwicklung falle auf, dass es den Dienstleistern offensichtlich im Jahr 2012 leichter falle, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter der Lünendonk GmbH und Co-Autor der Studie, Jörg Hossenfelder. Die befragten Instandhaltungs-Unternehmen sähen zwar im Recruiting die größte Herausforderung in Bezug auf den eigenen Unternehmenserfolg. Jedoch habe der Faktor „Mangel an qualifiziertem Personal“ an Bedeutung verloren.“ Verstärkt habe sich jedoch der Druck auf die Marktpreise.
Die Studie wird durch ein Ranking der 15 führenden Anbieter komplettiert. In diese nach Inlandsumsatz sortierten Liste werden Unternehmen aufgenommen, die mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes mit Instandsetzung und Wartung erbracht und mindestens zwei Drittel des Umsatzes mit externen Aufträgen generiert haben. Bilfinger Berger Industrial Services ist mit einem Inlandsumsatz von 802 Mio. € weiterhin Marktführer.
