Industrieservice-Branche rechnet unbeschadet von der Schuldenkrise mit weiterem Wachstum


In der Industrie hält der Trend zur Arbeitsteilung an. Im Anlagenbau oder bei anderen komplexen Großprojekten und Produktionsprozessen werden immer häufiger qualifizierte Tätigkeiten von spezialisierten Dienstleistern übernommen, und die Branche des Industrieservice rechnet unbeschadet von der Schuldenkrise mit weiterem Wachstum. Wie der Vorstand des Düsseldorfer Wirtschaftsverbandes Industrieservice (WVIS), Martin Hennerici, weiter erklärte, habe die deutsche Wirtschaft ein gutes Jahr hinter sich. Dazu habe der Industrieservice entscheidend beigetragen. Der Manager des Maschinenbauers Voith und Chef der Sparte Industrial Services erwartet, „dass sich der Trend zu professionellen Industriedienstleitungen fortsetzen wird“.

Nicht nur wie bisher vorwiegend in den Branchen Energie, Chemie und Petrochemie, auch in anderen Industrien werde der Markt für Industrieservices weiter wachsen, betonte Hennerici. Beispielsweise verstärke die Autoindustrie ihre Outsourcing-Bemühungen, um im globalen Wettbewerb schlanker zu werden. Neben den deutschen Markt würden auch unter diesem Aspekt die „Emerging Markets“ immer interessanter.

Diese Entwicklungen führen, so der Voith-Manager, auch dazu, dass die Industriedienstleister immer besser als Arbeitgeber punkten könnten. „Das Image unserer Branche stützt sich im wesentlichen auf drei Punkte“, sagte Hennerici. Sie biete ein attraktives Arbeitsfeld für mittlere bis hohe Qualifikationen, werde immer mehr zum Jobmotor auch für weniger qualifizierte Berufsgruppen am Rande des Arbeitsmarktes, und außerdem sei sie der Garant hoher Leistungsstandards im Sinne einer Service Excellence.