Für das Jahr 2012 rechne das Verteidigungsministerium mit Energiekosten in Höhe von rund 390 Mio. €. Wegen des zu erwartenden Preisanstiegs sei trotz Verbrauchsminderung damit zu rechnen, dass die Energiekosten in den nächsten zehn Jahren auf rund 500 Mio. € ansteigen werden.
Insbesondere beim Betrieb der Liegenschaften seien in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen worden, den Energieverbrauch trotz des weiter zunehmenden Einsatzes von IT-Technik zu reduzieren. Neben der Belegungsverdichtung von Liegenschaften und Gebäuden sowie der damit einhergehenden Stilllegung und Abgabe nichtbenötigter Objekte seien bauliche Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung, wie die Modernisierung der Wärmeversorgungsanlagen, Dämmung der Gebäude, Erneuerung der Beleuchtung, Einbau von Gebäudeautomationsanlagen, und die Sensibilisierung der Beschäftigten zum sparsamen Umgang mit Energie über die Aktion „mission E“ durchgeführt worden. In den Jahren 2007 bis 2010 sei die Reduzierung des Energieverbrauchs um jährlich fünf Prozent vorgegeben worden. Die daraus resultierende Verbrauchsreduzierung von 18,55 Prozent sei mit den erreichten 21,53 Prozent deutlich übertroffen worden. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2005 mit einem Energieverbrauch von 5,75 Mrd. kWh habe die Bundeswehr im Jahr 2010 nur noch 4,5 Mrd. kWh verbraucht.
Die diversen Möglichkeiten zur Energieeffizienzsteigerung seien längst nicht ausgereizt und technische Entwicklungen böten ständig neues Potenzial. In Abhängigkeit der Fortentwicklung der eingeleiteten Strukturreform würden die bestehenden Instrumente zur Reduzierung des Energieverbrauchs in den Liegenschaften der Bundeswehr weiter genutzt. Dazu zählten auch die Vorhaben der Bundesregierung im Rahmen der Erstellung eines Sanierungsplans Bundesbauten sowie die des Bundesbauministeriums hinsichtlich der Anwendung der Kriterien des nachhaltigen Bauens. Zusätzlich würden Vorschläge der Beschäftigten im Rahmen des so genannten Kontinuierlichen Verbesserungsprogramms aufgegriffen.
